Estrichleger/in

Sie fertigen Estriche als Unterböden und schaffen damit die Grundlage für Bodenbeläge sowie für Wärme- und Schalldämmungen. Ob außen oder innen, Neu- oder Altbau, Estrichleger kennen zahlreiche Verfahren, nach denen sie die Untergründe vorbereiten und den jeweils passenden Estrich herstellen. Planung und Verlegung von Oberböden und Fußbodenbelägen gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld. Mit viel Erfahrung bereiten sie Untergründe vor und wählen das passende Material aus.

Sie fertigen Estriche als Unterböden und schaffen damit die Grundlage für Bodenbeläge sowie für Wärme- und Schalldämmungen. Ob außen oder innen, Neu- oder…

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Estrichleger ist Spezialist für die gesamte Fußbodenkonstruktion. Er stellt Estriche aus diversen Materialien her und verlegt auch Oberböden, z. B. textile Bodenbeläge, Linoleum oder PVC-Beläge. Je nach verwendetem Bindemittel unterscheidet man verschiedene Arten von »Mörtel-Estrichen« (An-hydrit-, Kunstharz-, Magnesia-, Zementestriche). Vor dem Aufbringen des Estrichs prüft der Estrichleger die Beschaffenheit des Unterbodens auf Unebenheiten, Gefälle oder Verunreinigungen und bereitet ihn ggf. für seine Arbeit vor. In Verbindung mit Dämmstoffen der Wärme- und Schalldämmung dienen Estriche als Fußböden. Wenn von begehbarem Estrich gesprochen wird, handelt es sich um Estriche, die sofort genutzt werden können, z. B. für Industriebauten oder Keller und Garagen. Im Wohnungsbau werden Estriche normalerweise mit einem Oberbelag versehen. Werden Estriche unmittelbar auf die Rohdecke aufgebracht, spricht man von »Verbundestrichen«, werden Estriche durch eine Zwischenlage (z. B. Pappe oder Folie) von der Rohdecke getrennt, handelt es sich um »Estriche auf Trennschichten«. Bei dem heute im Wohnungsbau am meisten verwendeten »schwimmenden Estrich« wird zwischen Rohdecke und der Estrichplatte eine Dämmstoffschicht eingebaut, die mit Folie bzw. Bitumenpappe abgedeckt wird, wobei diese Konstruktion keinen Kontakt zur Rohdecke oder zu den angrenzenden Wänden haben darf.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden. Und wer als Estrichleger/in nach seiner Ausbildung weiter lernen und mehr können möchte, besucht die Meisterschule und legt hier die Prüfung zur Meisterin bzw. zum Meister ab.

Perspektiven

Der Estrichleger ist ein gefragter Fachmann, denn durch die moderne Hochbauweise und die damit verbundene zunehmende Verwendung von Beton können die geforderten Werte hinsichtlich des Schall- und Wärmeschutzes bei Betondecken nur in Verbindung mit dem Einbau eines »schwimmenden Estrichs« erreicht werden. Durch die gestiegenen Qualitätsansprüche und die Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz kommt der Herstellung des Fußbodens immer mehr Bedeutung zu, zumal verstärkt beheizte Fußbodenkonstruktionen nachgefragt werden. Das alles eröffnet dem Estrichleger auch in Zukunft ein weites Betätigungsfeld.