Schuhmacher

Handgearbeitet sollen die neuen Schuhe sein? Aus Leder, zum Schnüren, schwarz – oder in anderer Farbe? Kein Problem für die Schuhmacher. Ihre Technik ist bewährt, die Materialien hochwertig, die Qualität exzellent. Bis es so weit ist, heißt es für sie: Genaues Maß nehmen, ein Modell erstellen, den Leisten und die Schnittmuster anfertigen, Schaft und Innenfutter vorbereiten, alles vernähen, anpassen, verkleben und bei Bedarf korrigieren, reparieren und ausbessern. Hinzu kommen fußgerechte Arbeiten an Konfektionsschuhen, Kundenberatung und Pflegetipps.

Handgearbeitet sollen die neuen Schuhe sein? Aus Leder, zum Schnüren, schwarz – oder in anderer Farbe? Kein Problem für die Schuhmacher. Ihre Technik ist bewährt,

Aufgaben und Tätigkeiten

Da ein Großteil der Schuhe heute industriell gefertigt werden, konzentriert sich die Arbeit des Schuhmachers auf die folgenden Bereiche: Anfertigung von Maßschuhen, insbesondere bei Unter- oder Übergrößen, Änderung von Schuhen und Stiefeln aus der Serienfertigung auf die individuellen Kundenwünsche sowie die Reparatur von Schuhen aller Art und Lederwaren allgemein. Außerdem beschäftigt sich der Schuhmacher mit dem Einfärben von Schuhen und Lederwaren sowie dem Einarbeiten von Fußbettungen oder Fußstützen.

Der Schuhmacher ist bei der Maßanfertigung von Schuhen bemüht, sowohl den Wünschen des Kunden zu entsprechen und modische Aspekte zu berücksichtigen als auch für den jeweiligen Verwendungszweck das richtige Material auszuwählen. Er arbeitet hauptsächlich mit Rind-, Schweins-, Ziegen- und Reptilleder, verwendet aber zunehmend auch Gummimaterialien oder synthetische Werkstoffe. Zunächst fertigt der Schuhmacher eine Fußumrisszeichnung an, um die Fußmaße genau zu ermitteln und überträgt die Maße auf den Leisten. Die folgenden Arbeitsschritte wie z. B. das Zuschneiden, Vorrichten des Schaftes und des Bodenleders, das Nähen und Kleben sowie Fräsen der Schnittkanten an Absätzen und Sohlen werden überwiegend maschinell unterstützt. Über die genauen Eigenschaften dieser Werk- und Hilfsstoffe muss der Schuhmacher ebenso Bescheid wissen wie über die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Maschinen, die dem Schuh die gewünschte Form geben und einen optimalen Sitz und Haltbarkeit verleihen.

Der Schuhmacher repariert aber auch getragene Schuhe, bessert beispielsweise schadhafte Stellen aus oder erneuert die Absätze. Da die moderne Werkstatt des Schuhmachers mit einer Vielzahl von Spezialmaschinen und -werkzeugen ausgestattet ist, muss der Schuhmacher die Techniken und Geräte komplett beherrschen, um seine Arbeiten fachgerecht erledigen zu können.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Nach bestandener Gesellenprüfung kann der Schuhmacher die Meisterprüfung ablegen, sich sich selbstständig machen und auch Lehrlinge ausbilden. Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung werden u. a. von den Handwerkskammern angeboten.

Perspektiven

Ein breites Aufgabenfeld eröffnen die zunehmenden Fußschäden, die zum großen Teil daraus resultieren, dass in der Kindheit nichtpassende Konfektionsschuhe getragen wurden. In diesen Fällen kann der Schuhmacher durch Umarbeiten von Schuhen und durch Anfertigung von Fußstützen für fast jedes Problem eine individuelle Lösung finden.