Raumausstatter

Raumausstatter/in

Der 80er-Jahre-Schick macht Platz für Wohnflair mit Loungecharakter und die Kulisse aus dem 17. Jahrhundert wirkt hundertprozentig echt: die Raumausstatter waren aktiv. Mit viel Fantasie und Einfühlungsvermögen, handwerklichem Talent sowie riesigen Bahnen aus Stoff, meterweise Garn, kiloweise Holz, einer Vielzahl weiterer Werkstoffe sowie Farbe, Tapete und Leder setzen sie jeden Raum nach Kundenwunsch in Szene. Angefangen bei den Gardinen und Vorhängen über Sitzmöbel und Wandgestaltung bis hin zur Ausleuchtung und den passenden Raumaccessoires. Raumausstatter nähen, dekorieren, montieren, messen, planen und beraten. Sie kennen sich bestens mit Wohn- und Einrichtungsstilen aus, wissen wie man eine angenehme Atmosphäre in Büroräumen schafft und laufen zur Höchstform auf, wenn ganze Hotels oder Privathäuser stilecht ausgestattet werden wollen.

Der 80er-Jahre-Schick macht Platz für Wohnflair mit Loungecharakter und die Kulisse aus dem 17. Jahrhundert wirkt hundertprozentig echt: die Raumausstatter waren…

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Raumausstatter ist Fachmann, was das Wohnen mit textilen Materialien angeht. Vom Entwurf über die Gestaltung bis zur konstruktiven Umsetzung liegt alles in einer Hand – hier kann der Raumausstatter seiner Kreativität freien Lauf lassen. Damit er seine Kunden bei der Auswahl von Form, Farbe und Qualität fachgerecht beraten kann, benötigt er breites Fachwissen auf den Bereichen Materialkunde und Farbwirkung.

Dekorieren:

Der Raumausstatter findet individuelle Lösungen für Problemfenster und entwickelt moderne Arrangements zur Fenstergestaltung und Raumaufteilung. Hierzu nimmt er vor Ort maß, berät den Kunden in der farblichen Gestaltung und fertigt eine Skizze mit unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten an. Auch das Zuschneiden der Stoffe und das Nähen an der Nähmaschine ist Teil der Ausbildung.

Polstern:

Der Raumausstatter kann »ausgediente« Möbelstücke wieder sorgfältig, qualitativ hochwertig und stilgerecht aufarbeiten und bei der Herstellung und Umarbeitung von Polstermöbeln auch ausgefallene Kundenwünsche bezüglich Stil, Form und Material erfüllen. Auf diese Weise entstehen individuelle Sitz- und Liegemöbel, welche auf die Atmosphäre der jeweiligen Wohnung und auf die Ansprüche ihrer Bewohner bestens abgestimmt sind.

Wandbekleidung:

Für jede Wand das richtige Outfit. Der Raumausstatter tapeziert mit den verschiedensten Tapetenarten, von der Papiertapete bis zur Kork-, Gras-, Textil-, Metallic- oder Seidentapete. Das Bekleiden von Wänden und Decken mit Stoffen oder Tapeten hat aber nicht nur dekorativen Charakter, sondern dient auch teilweise der Schall- und Wärmedämmung, wenn die entsprechenden Unterlagsmaterialien verwendet werden.

Bodenlegen:

Gemeinsam mit dem Kunden entscheidet der Raumausstatter, welcher Bodenbelag am geeignetsten ist, ob Teppichboden, Kunststoff, Linoleum, Kork oder Gummi. Hierbei muss er beachten, dass für die unterschiedlichen Zwecke auch unterschiedliche Materialien in Frage kommen, so gibt es z.B. spezielle Teppichböden für besonders starke Beanspruchung, für Nassräume und Fußbodenheizung.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden. Nach bestandener Gesellenprüfung können Raumausstattergesellen auch ihre Meisterprüfung ablegen. Zur Vorbereitung werden von den Handwerkskammern berufsbegleitend Vorbereitungslehrgänge angeboten. Andere Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum: Restaurator im Raumausstatter-Handwerk, Gestalter, Diplom-Designer (FH), Diplom-Ingenieur (FH), Betriebswirt im Handwerk.

Perspektiven

Das Warenangebot für die Ausstattung von Arbeitsplätzen und Wohnungen wächst stetig und sorgt dafür, dass der Käufer auch in Zukunft auf das Fachwissen des Raumausstatters zurückgreifen wird.