Zupfinstrumentenmacher/in

Hier spielt Musik. Aus der Werkstatt des Zupfinstrumentenmachers kommt neben der Harfe, Mandoline, Zither das wohl populärste (Zupf-)Instrument - die Gitarre. Gerade wegen ihrer Klangvariationen ist sie in jeder Musikrichtung hörbar, spielt dominierende Parts im Jazz, dem Rock und gleichfalls den meisten anderen Musikrichtungen. Im Jahr 2014 wurde die Ausbildungsordnung modernisiert. Seitdem können Auszubildende aufgrund der großen Unterschiede in den Herstellungsverfahren zwischen den Fachrichtungen Gitarrenbau und Harfenbau wählen.

Hier spielt Musik. Aus der Werkstatt des Zupfinstrumentenmachers kommt neben der Harfe, Mandoline, Zither das wohl populärste (Zupf-)Instrument - die Gitarre. Gerade…

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Zupfinstrumentenmacher ist zuständig für Entwurf, Anfertigung, Instandsetzung und Pflege von Zupfinstrumenten aller Art, wie Schlag- und Konzertgitarren, Lauten, Mandolinen, Zithern, Harfen und Gitarren. In der Ausbildung findet eine Differenzierung in den großen Fachrichtungen Gitarrenbau und Harfenbau statt.

Der Arbeitsprozess: Zunächst wird eine Zeichnung des herzustellenden Instruments angefertigt. Auch dies lernt der Zupfinstrumentenmacher in seiner Ausbildung, wodurch er schon bald individuelle Instrumente anfertigen kann. Zudem lernt der Zupfinstrumentenmacher viel über das wichtigste Material seiner Arbeit: das Holz. Jedes Instrument hat verschiedene Holzarten, über die sich der Klang des fertigen Körpers definiert. Hat ein Zupfinstrumentenmacher das passende Holz ausgesucht, geht er daran, das Stück maschinell oder per Hand zu hobeln, zu schleifen oder zu schnitzen und daraus die Einzelteile des Instrumentes zu formen. Anschließend wird das Gerät geleimt, wobei auch die Art des Leimes den Klang des Instrumentes beeinflusst. Zuletzt muss der Zupfinstrumentenmacher das Instrument stimmen, was ein exzellentes musikalisches Gehör voraussetzt.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Zupfinstrumentenmacher/in dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung ab. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden. Während der Grundausbildung stehen vor allem die Vermittlung von handwerklichen Fertigkeiten, wie die Herstellung der einzelnen Instrumententeile, zum Beispiel der Korpora oder der Hälse im Vordergrund.
Die hohe Schule des Zupfinstrumentenmacher-Handwerks erlernen Gesellen/innen auf dem Weg zur Meisterprüfung.