Klempner/in

Wenn Dächer, Kamine oder komplette Fassaden hinter Metall verschwinden, Titanzink und Aluminium im Mittelpunkt stehen oder auch ganze Kirchtürme plötzlich Kupfer tragen, sind Klempner nicht fern. Individuelle Metallprofile, Feinbleche, Dachrinnen und Blitzschutzanlagen sowie das Anreißen, Zuschneiden und Montieren gehören in ihr Metier. In Abstimmung mit Architekten, Ingenieuren oder Privatkunden sorgen sie nicht nur für schönen Glanz, sie sind vor allem für Sicherheit, Langlebigkeit und eine gute Isolierung verantwortlich. Dafür erforderlich: Präzision, planerisches und organisatorisches Talent sowie der Wille, den Beruf von der Pike auf zu erlernen – weit oben, auf den Dächern und an den Fassaden.

Wenn Dächer, Kamine oder komplette Fassaden hinter Metall verschwinden, Titanzink und Aluminium im Mittelpunkt stehen oder auch ganze Kirchtürme plötzlich Kupfer…

Aufgaben und Tätigkeiten

Klempner/innen verarbeiten Bleche aus Stahl, Kupfer, Zink, Aluminium, Messing, Blei, aber auch verschiedenste Kunststoffe finden bei ihrer Arbeit Anwendung, z. B. in Form von Rohren, Folien oder Platten. Sie sind zuständig für Kanäle und Rohre für lufttechnische Anlagen, für Leitungen für Abgas und Absaugeanlagen, Metallfassaden und Metalldächer sowie für Anlagen für die Ableitung von Regenwasser. Klempner/innen kümmern sich um Verkleidungen und Ummantelungen für Rohrleitungen und Behälter, wasserdichte Auskleidungen für Becken oder Behälter aus Kunststofffolien und die Montage von Blitzschutzanlagen an Hochbauten. Des Weiteren sind sie Fachleute für Befestigungskonstruktionen für Dach- und Fassadenverkleidungen und die Durchführung von Wärmedämm-Maßnahmen.

Klempner/innen arbeiten nach fertigen Zeichnungen und Modellen oder nach eigenen Entwürfen. Für ihre Tätigkeit benötign sie besonderes Fachwissen über die Eigenschaften der unterschiedlichen Werkstoffe, speziell was die Verformbarkeit, Festigkeit und Lebensdauer angeht. Das Messen, Anreißen und Trennen von Blechen und Profilen aus Stahl und aus Nichteisenmetallen muss der Klempner ebenso beherrschen wie das Umformen von Blechen und Kunststoffen durch Runden, Biegen, Kanten oder Treiben mit Hilfe von Blechbearbeitungsmaschinen und Werkzeugen für die Verarbeitung von Hand. Mittels Schweißen, Löten, Falzen und Kleben stellen sie je nach verwendetem Material Verbindungen her, die nicht nur wasserdicht sein und die notwendige Festigkeit besitzen müssen, sondern auch optisch einwandfrei sein sollten. Meist stellen Klempner/innen die Teile individuell in der Werkstatt her und montieren sie dann vor Ort.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung zum Klempner dauert in der Regel 3 ½ Jahre. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Nach bestandener Gesellenprüfung kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Zur Vorbereitung werden von den Handwerkskammern oder Fachschulen Abendkurse oder Kurse in Vollzeitform angeboten. Liegt die Fachhochschulreife, Meisterbrief oder Abitur vor, kann außerdem die Weiterbildung zum Diplom-Ingenieur eingeschlagen werden (6 bis 8 Semester Studium an Fachhochschule, Technischer Hochschule, Universität).

Perspektiven

Klempner sind immer gefragte Spezialisten, die vielseitig und abwechslungsreich arbeiten. Sowohl tariflich als auch nach den gezahlten Löhnen steht der gut ausgebildete Klempner an der Spitze des Ausbaugewerbes. Die vermehrte Verwendung von Metall als Dachdeckungsmaterial bzw. für die Fassadenbekleidung in den letzten Jahren und die stärkere Nachfrage nach Lüftungs- und Absauganlagen haben einen positiven Einfluss auf die Konjunktur des Klempner-Handwerks.