Meister/in

Der Meister kennt nicht nur die Praxis – er kennt auch die Theorie. Der Meister besitzt Mut. Mut zur Existenzgründung, zur Selbstständigkeit und zur Umsetzung seiner Ideen. Gleichzeitig ist der Meister tüchtiger Unternehmer – und moderner Manager. Bereits seit Jahrhunderten bürgt der Meisterbrief für Produkte und Dienstleistungen auf qualitativ höchstem Niveau – und für den persönlichen Erfolg.

Der Meister kennt nicht nur die Praxis – er kennt auch die Theorie. Der Meister besitzt Mut. Mut zur Existenzgründung, zur Selbstständigkeit und zur Umsetzung…

Mit dem Meisterbrief in der Tasche stehen viele Wege offen: Nicht nur im Handwerk, sondern auch in der Industrie, in anderen Wirtschaftszweigen und im öf­fentlichen Dienst gibt es hervorragende Karrieremöglichkeiten für hoch qualifizierte Meisterinnen und Meister. Es besteht die Möglichkeit, auch ohne Abitur jedes Hochschulstudium aufzunehmen. Der Meistertitel ist die Chance für den be­ruflichen Aufstieg und die Übernahme von Führungsverantwortung – und bietet damit natürlich auch völlig neue finanzielle Möglichkeiten.

Mit der Weiterbildung zum Meister werden Freude am Lernen, Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit gezeigt. Meister sind nicht nur Experten in ihrem Fachbereich, sondern erhalten darüber hinaus eine gründliche Ausbildung in kundenorientiertem Handeln, fachkompetenter Betriebs- und Personalführung sowie Betriebswirtschaft. Damit ist der Meister nicht nur Meister des jeweiligen Handwerks, sondern auch Un­ternehmer, Betriebsleiter und Ausbilder in einer Person – die besten Voraussetzungen für die Selbstständigkeit. So hat es sich gezeigt, dass neu gegründete handwerkliche Meisterbetriebe eine wesentlich größere Erfolgschance haben als Existenzgründungen in allen anderen Wirtschaftszweigen.

Die Meisterprüfung

Voraussetzung für die Meisterprüfung sind eine abgeschlossene Gesellenprüfung oder eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Die bestandene Meisterprüfung berechtigt zur Eintragung in die Handwerksrolle, zur Führung des Meistertitels in Verbindung mit dem Handwerk, in dem die Prüfung abgelegt wurde, und zum Einstellen und Ausbilden von Lehrlingen.

Die Meisterprüfung sowie die Vorbereitungslehrgänge (Dauer: Vollzeit ca. ein Jahr, Teilzeitform im Schnitt ca. zwei bis drei Jahre) sind in vier Teile gegliedert:

Teil I - Fachpraktische Prüfung

Sie besteht in der Regel aus der Anfertigung einer Meisterprüfungsarbeit und Arbeits­proben bzw. der Durchführung eines Meisterprüfungsprojektes und/oder der Lösung einer Situationsaufgabe. Die Aufgaben bzw. Arbeiten sollen einem konkreten Kun­denauftrag entsprechen. Je nach Meisterprüfungsverordnung ist auch ein Fachgespräch vorgesehen.

Teil II - Fachtheoretische Prüfung

Hier werden neben technologischen, ablauftechnischen, verfahrenstechnischen, werk­stofftechnischen und mathematischen Kenntnissen auch Kenntnisse in Fachkalkulatio­nen, Abrechnung, Betriebsführung und -organisation und Auftragsabwicklung ge­prüft.

Teil III - Prüfung betriebswirtschaftlicher, kaufmännischer und rechtlicher Kenntnisse

Der Prüfling muss seine Kenntnisse in Rechnungswesen und Controlling, wirtschaftli­chem Handeln im Betrieb und sein Wissen in rechtlichen und steuerlichen Grundlagen unter Beweis stellen.

Teil IV - Prüfung berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse

Hierzu gehören allgemeine Grundlagen der Personalführung und der Arbeitspäda­gogik, insbesondere Planung einer Ausbildung, Einstellen von Auszubildenden, Aus­bildung am Arbeitsplatz, Förderung der Lernprozesse sowie die Ausbildung in der Gruppe und der Abschluss einer Ausbildung.