Praktikum

Um Berufe und Arbeitsplätze kennenzulernen, ist ein Praktikum die beste Gelegenheit. Man schnuppert mal rein, befindet sich hinter den Kulissen und packt selbst mit an. Danach weiß man: Der Beruf passt zu mit - oder eben nicht. So erleichtern Praktika die Berufswahl und verringern das Risiko, eine Fehlentscheidung zu treffen. Daneben bringen sie auch handfeste Vorteile bei der Bewerbung.

Um Berufe und Arbeitsplätze kennenzulernen, ist ein Praktikum die beste Gelegenheit. Man schnuppert mal rein, befindet sich hinter den Kulissen und packt selbst mit…

Praktika im Lebenslauf zeigen, dass man sich auf das Arbeitsleben vorbereitet hat und man weiß, was einen erwartet. Das sind wertvolle Pluspunkte bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz.

Oft merken Praktikant und Betrieb auch schon während eines Praktikums: Das passt! Und die anschließende Ausbildung ist dann nur noch Formsache. Das ist übrigens gar nicht so selten: Über zwei Drittel der Ausbildungsverhältnisse kommen über ein Praktikum zustande.

Den passenden Betrieb finden

Wer sich auf einen bestimmten Beruf oder ein Berufsfeld festgelegt hat, startet mit der Recherche nach geeigneten Betriebsadressen. Einige Möglichkeiten, um fündig zu werden:

Die meisten Schulen verfügen über gute Betriebskontakte in der jeweiligen Region. Frag einfach Deine Lehrerinnen oder Lehrer, vielleicht haben diese ja schon etwas geeignetes parat.

In der Datenbank ausbildungsberechtigter Betriebe in NRW sind zahlreiche Betriebe des Handwerks zu finden.

Im Kreis der Familie, Nachbarn oder Bekannten gibt’s meistens jemanden der einen kennt und eventuell einen ersten Kontakt herstellen kann.

Die Arbeitgeberverbände vor Ort, die Innungen, sind gleichfalls eine gute erste Anlaufstelle, um Betriebsempfehlungen zu bekommen. Die zuständige Innung findest Du über die Kreishandwerkerschaft in Deiner Region.

Eine gute Möglichkeit, geeignete Betriebe zu finden, bieten gleichfalls die Ausbildungsberatungen der Handwerkskammern.

Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz hilft auch die Datenbank ausbildungsberechtigter Betriebe (für NRW) oder die Internet-Auftritte der Handwerkskammern, die gleichfalls Praktika-Börsen und ähnliches bieten.

Weitere Tipps zur Betriebssuche und zur ersten Kontaktaufnahme findest du auch hier.

Praktikum ist nicht gleich Praktikum

Es gibt viele Gelegenheiten für ein Praktikum – manchen müssen sein, andere sind freiwillig, gut sind sie immer, denn sie helfen dabei, den richtigen Beruf zu finden.

Schülerbetriebspraktikum: Pflichtpraktikum in den Klassen 9, 10 oder 11 der allgemein bildenden Schulen. Dauert in der Regel zwei oder drei Wochen.

Ferienpraktikum: freiwilliges Praktikum ohne schulischen Bezug. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Mehr als vier Wochen (20 Arbeitstage) pro Jahr sind für unter 18-Jährige nicht erlaubt.

Probearbeiten: Wer sich auf einen Ausbildungsplatz bewirbt, wird häufig zu einem Probearbeiten eingeladen. Das ist ein gutes Zeichen, den es zeigt, der Betrieb hat Interesse an dir und möchte dich besser kennenlernen.

Die Rechte von Praktikanten

Auch das Gesetz schreibt Regelungen für das Praktikum vor: Das Jugendarbeitsschutzgesetz legt unter anderem fest, unter welchen Bedingungen Schülerinnen und Schüler, die noch nicht 18 Jahre alt sind, in Betrieben als Praktikanten beschäftigt werden dürfen. Diese Regelungen dienen zum Schutz der Praktikanten.

Einen guten Überblick über deine Rechte während eines Praktikums findest du hier!

Auch Betriebe profitieren von Praktika

Für Unternehmen bieten Praktika die Möglichkeit, potenzielle Auszubildende frühzeitig und unverbindlich kennenzulernen. Bei über zwei Drittel der Ausbildungsverhältnisse hat ein Praktikum eine oder sogar die entscheidende Rolle gespielt.

Die Gefahr, dass Auszubildende die Lehre vorzeitig abbrechen, ist wesentlich geringer, wenn diese sich vorher ein realistisches Bild vom Unternehmen und dem jeweiligen Ausbildungsberuf machen konnten.

Hinweise zur Durchführung eines Praktika bietet der Ratgeber „Praxisphasen im Betrieb“ (Pdf), der bei der ZWH auch als Broschüre angefordert werden kann.