Feuerungs- und Schornsteinbauer/in

Der Bau von Schornsteinen für Industrie und Kraftwerke, die Errichtung der zugehörigen Rauchgaskanäle und die Herstellung feuerfester Auskleidungen für Industrieöfen, Müllverbrennungsanlagen oder Feuerungsanlagen sowie die Installation von Blitzschutzeinrichtungen gehört zu den Aufgaben der Feuerungs- und Schornsteinbauer. Technische Zeichnungen wie Bau- oder Konstruktionspläne spielen bei der Arbeit eine Hauptrolle.

Der Bau von Schornsteinen für Industrie und Kraftwerke, die Errichtung der zugehörigen Rauchgaskanäle und die Herstellung feuerfester Auskleidungen für…

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Feuerungs- und Schornsteinbauer ist – wie die Berufsbezeichnung schon zeigt – auf zwei großen Aufgabengebieten tätig. In erster Linie arbeitet er für den industriellen Bereich.

Im Bereich Feuerungsbau stellt er feuerfeste Auskleidungen her oder repariert diese. Mit feuerfesten und wärmedämmenden Baustoffen schützt er die tragenden Konstruktionen von Öfen und Anlagen vor hohen Temperaturen. Die Form der Feuerung hängt ab von den strömungstechnischen und wärmewirtschaftlichen Anforderungen, meist wird die Auskleidung in ein schon vorhandenes Stahlgerüst eingebaut. Da für jeden Zweck eine andere Feuerungsanlage konzipiert werden muss, ergibt sich für den Feuerungsbauer eine abwechslungsreiche Tätigkeit, die Sorgfalt und große Aufmerksamkeit verlangt.

Zum Bereich Schornsteinbau gehört der Neubau und die Reparatur von gemauerten Schornsteinen, Stahlbeton-Schornsteinen und Fertigteil-Schornsteinen mit den entsprechenden Rauchgaskanälen, aber auch die Montage von Stahlschornsteinen gehört zu seinem Aufgabengebiet. Jede Feuerungsanlage bzw. jeder Schornstein stellt andere Anforderungen und bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten.

Der Schornsteinbauer muss über die Eigenschaften der von ihm verwendeten Baustoffe Bescheid wissen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Radialziegel, Kalkzementmörtel, säurefeste Kitte, Anstrich- oder Verfugmassen, Normenzemente, Zuschläge, Betonarten und Betonstahl. Er benötigt Kenntnisse über die Verarbeitungsvorschriften für Stahlbeton, muss Beton einbringen, verdichten und nachbehandeln können, einfache Schalungen selber herstellen und die von ihm verwendeten Mörtel und Kitte zubereiten. Auch das Anbringen von Blitzschutzeinrichtungen fällt in seinen Aufgabenbereich.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung ab. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden. Nach der bestandenen Gesellenprüfung können Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen Meister werden. Selbstverständlich steht mit den entsprechenden Voraussetzungen auch die (Fach-)Hochschule offen.

Perspektiven

In der letzten Zeit sind die Forderungen nach Reinhaltung der Luft immer lauter geworden, was bewirkt, dass die Industriebetriebe zum Teil wesentlich höhere Schornsteine vorsehen müssen als eigentlich technologisch erforderlich wäre. Diese zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes verbreitert auch das Aufgabengebiet des Feuerungs- und Schornsteinbauers. Die Tatsache, dass es sich bei dem Beruf des Feuerungs- und Schornsteinbauers um einen Spezialberuf handelt, führt dazu, dass Angehörige dieses Berufszweiges überregional tätig werden. Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Aktionsradius bis in viele Länder der Erde erweitert. Die Zukunftsaussichten für den Feuerungs- und Schornsteinbauer sind angesichts der fortschreitenden technischen Entwicklung durchaus günstig.