Uhrmacher/in

Ob Lupe oder Pinzette, Federpinsel oder Schlüsselfeile, Uhrmacher lieben das Detail und liegen damit voll im Trend. Denn, je schneller die Gesellschaft tickt, umso mehr Menschen sind begeistert von den Meisterwerken der mechanischen Zeitmessung. Ob für Wand, Tisch, Arm oder Kirchturm, Uhren faszinieren. Und je mehr Meister-Know-how und Mechanik unter dem Gehäuse stecken, desto größer ist die Begeisterung dafür, wie viel Handwerk auf ein Handgelenk passt.

Ob Lupe oder Pinzette, Federpinsel oder Schlüsselfeile, Uhrmacher lieben das Detail und liegen damit voll im Trend. Denn, je schneller die Gesellschaft tickt, umso…

Aufgaben und Tätigkeiten

Das Arbeitsgebiet des Uhrmachers umfasst die Reparatur, Wartung und Installierung von Uhren und anderen Zeitmessgeräten inklusive der entsprechenden Zusatzeinrichtungen und des Zubehörs. Unter den Begriff »Zubehörteile« fallen alle sonstigen Bestandteile einer Uhr außerhalb des eigentlichen Uhrwerks, u. a. auch das Uhrgehäuse. Diese Zubehörteile können neben der schützenden Funktion auch einem speziellen Verwendungszweck dienen oder auch nur eine schmückende Aufgabe haben.

Aus der Vielzahl der Werkstoffe, aus der Gehäuse oder Armbänder oder sonstige Zubehörteile bestehen, z. B. Holz, Kunststoffe, Messing, Stahl oder Edelmetalle erwächst für den Uhrmacher ein überaus vielseitiges Aufgabengebiet. Uhrmacher fertigen aber auch Uhrenteile, Uhrenbaugruppen und komplette Uhrwerke und andere Zeitmessgeräte in Handarbeit oder restaurieren historische und antike Groß- und Kleinuhren, die teilweise reich verziert sind und einen großen materiellen und kulturhistorischen Wert darstellen.

Außerdem planen, reparieren und montieren Uhrmacher Uhrenanlagen, die beispielsweise als Werbeuhren in Geschäftshäusern dienen oder auf Flughäfen und sonstigen öffentlichen Plätzen Verwendung finden. Ihr Aufgabengebiet reicht von der einfachen Gebrauchsarmbanduhr bis hin zur hochwertigen mit Edelsteinen besetzten Schmuckuhr, aber auch Wecker, Stand- und Wanduhren sowie Stiluhren gehören in die Hände des Uhrmachers. Da die Werkstatt der Uhrmacher meist in einen Einzelhandelsbetrieb für Uhren, Gold- und Silberwaren eingebunden ist, sind sie auch mit der Wartung und dem Nachverkaufsservice für Schmuck beschäftigt. Sie müssen eine Vielzahl von Metallbearbeitungsarbeiten beherrschen und mit feinen Uhrmacherwerkzeugen, wie z.B. Pinzette, Reißnadel, Federzirkel, Körner, Gewindeschneider, Schraubendreher, Spiralbohrer, Eurekabohrer und Feile umgehen können.

Uhrmacher arbeiten mit der Uhrmacherdrehmaschine und mit elektrischen Messgeräten wie Oszillograph und Zeitwaage. Durch die kontinuierliche Anpassung der Kenntnisse und Fertigkeiten an den technologischen Fortschritt ist ein hohes Maß an technischem Verständnis erforderlich, durch die ständig wechselnden Aufgaben muss der Uhrmacher darüber hinaus besonders anpassungsfähig sein.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung dauert im Regelfall drei Jahre. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Im Anschluss an die bestandene Gesellenptüfung kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Einer erfolgreichen Selbstständigkeit, der Übernahme von Führengsaufgaben oder der Ausbildung von Lehrlingen steht dann kaum noch was im Wege. Zur Vorbereitung auf die meistrprüfung werden von Handwerkskammern in Zusammenarbeit mit den Innungen Lehrgänge angeboten (Vollzeit-, Teilzeit-, Fernunterricht). Mit Fachhochschulreife, Abitur oder Meisterbrief ist auch ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität möglich.

Perspektiven

Hochwertige Uhren in aktuellem Design erobern heute den Markt. Die Uhr ist nicht länger nur Zeitmesser, sondern gehört zu modischen Accessoires. Uhren- und Schmuckeinzelhandel und das Uhrmacherhandwerk ergänzen sich gegenseitig. Arbeit verschafft dem Uhrmacherhandwerk der Uhrenhandel, der den Markt ständig mit neuen, modernen und technisch ausgereifteren Uhrmodellen versorgt. Auf der anderen Seite ist der Handel in Bezug auf Wartung und Reparatur auf das Uhrmacherhandwerk angewiesen. Daher kann man in beiden Bereichen von einer gesicherten Existenzbasis ausgehen.